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Vergabewegweiser
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Vergabelust statt Vergabefrust
Der Vergabewegweiser der LAIK - Ein gemeinsames Projekt der Architekten und Ingenieurkonsulenten
In einem Praxishandbuch von Günther Gast zum Bundesvergabegesetz 2006 findet sich der Satz „per aspera ad astra“ – „nur durch Mühsal gelangt man zu den Sternen“ und er bringt das auf den Punkt, was viele damit befasste zu diesem Thema denken.
Die Länderkammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten Wien, Niederösterreich und Burgenland hat es sich daher zum Ziel gesetzt einen „Basisratgeber“ herauszugeben, der die häufigsten Fragen zu diesem Thema beantwortet ohne das Thema zu überfrachten. Es gilt vielmehr einen Überblick zu geben, was Ziviltechniker leisten und leisten könnten und welches Vergabeverfahren zu welcher Aufgabe passt. So hat die Direktvergabe für kleine Aufgaben genauso ihre Berechtigung, wie die Empfehlung zum Wettbewerb, wenn es um gestaltungsrelevante Aufgaben geht. Eine, wenn nicht die Hauptrolle für einen reibungslosen Ablauf im Vergabeprocedere spielt die Projektentwicklung auf Auftraggeberseite.
Den Souffleur kann der Verfahrensorganisator spielen, der von der Projektmaterie eine Kenntnis besitzen muss um sie in der Gesamtheit beurteilen zu können und damit den Auftraggeber umfassend beraten zu können.
Die Tendenz der Verrechtlichung des Vergabewesens geht zu Lasten der Qualität. Die Angst vor dem Einspruch verstellt die Sicht auf das Wesentliche, das optimale Ergebnis.
Bewusst wurde auf die ausführliche Darstellung der Vergabematerie verzichtet. Mit diesem „Mut zur Lücke“ wird die Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Punkte in der täglichen Arbeit gelenkt.
Im Teil A wird anhand von Fragen ein Überblick gegeben. Die richtige Wahl des Verfahrens, die Kosten und die Dauer der einzelnen Vergabeverfahren werden übersichtlich dargestellt. Mit dem Vorurteil, dass ein Wettbewerb jedenfalls länger dauert als ein Verhandlungsverfahren, wird aufgeräumt.
Im Teil B werden die wesentlichen Parameter der einzelnen Verfahren dargestellt und auch praktische Beispiele aus vielen Befugnissen gegeben. Der genaue Ablauf eines Wettbewerbs nach Wettbewerbsordnung und Verhandlungsverfahren nach BVerG sind bewusst mit Querverweisen zur WOA z.B. präsent.
Teil C, das Glossar, erscheint anfangs recht umfangreich, dient aber auch für die Vermittlung von Detailinformationen für den Leser, der sich mehr in die Materie vertiefen möchte.
Das Ergebnis einer intensiven Arbeit liegt nun seit Mitte November 2009 vor.
Die Kammer ist überzeugt, dass sie damit zu diesem Thema einen neuen Input liefern kann. Die öffentliche Vergabe ist nicht nur Müh’ und Plag’, sondern, wenn richtig gemacht mit hoher Wahrscheinlichkeit, führt sie zu den wirtschaftlichsten und besten Projekten und als Lohn zu einer positiveren Resonanz in der Bevölkerung.
Bestellungen gratis bei: architekten@arching.at
Informationen bei: Mag. Elfriede Huber-Hochradl, Tel. (01) 505 17 81 DW 12
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Inhalt Vergabewegweiser
Allgemeines
8 Wozu dieser Leitfaden?
9 Wer ist an das Bundesvergabegesetz gebunden?
10 Warum Ziviltechniker beauftragen?
12 Wie bereitet man ein Verfahren vor?
16 Das Verhandlungsverfahren
17 Der Wettbewerb
18 Der Auftragswert bestimmt die Größe des Teilnehmerkreises
21 Verfahrensgestaltung
22 Wie lange dauert ein Vergabeverfahren?
24 Was kostet ein Vergabeverfahren?
25 Wie wird ein Verfahren bekannt gemacht?
26 Rechtsmittelfristen.
Wie endet ein Verfahren?
27 Wie unterstützt sie die Kammer im Laufe eines Verfahrens?
Besonderes
31 Direktvergabe
32 Das Verhandlungsverfahren
36 Der Wettbewerb
38 Ideen- oder Realisierungswettbewerb?
39 Einzelplanungsleistungen oder integrierte Planungsleistungen?
40 Wie kann ich einen Wettbewerb gestalten?
44 Stufigkeit eines Wettbewerbs
45 Rahmenvereinbarungen
49 Glossar
56 Quellennachweis